KONVENT / TEAM

OBERIN SR. NOEMI LEITL IN ST. JOSEF

Seit dem Jahr 2014 ist Sr. Noemi Leitl die Oberin im Kneippkurhaus St. Josef. In dieser Funktion ist Sr. Noemi – Gestaltpädagogin und geistliche Begleitung – gerne Ihr Ansprechpartner für alle spirituellen Angebote, Gespräche und Planungen. Das Geistliche, Spirituelle und Freizeitangebot für unser Gäste wird wöchentlich von Ihr erstellt.  Des weiteren kümmert Sie sich zusammen mit Frau Pirone-Müller (GL) über die geschäftlichen Belange des Kneippkurhaus St. Josef.

Geschäftsführung Frau Nina Pirone-Müller

Seit September 2015 ist Frau Pirone-Müller als Geschäftsführerin, neben Sr. Noemi Leitl, im Kneippkurhaus St. Josef tätig. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Administration, Marketing, Personalwesen, Instandhaltung, Gästebetreuung und die Zukunftsorientierung des Hauses. Für Anregungen, Ideen aber auch Kritik, ist Sie gerne Ihre Ansprechpartnerin.

Kurseelsorger P. Georg Matt SDB

Am 1. Oktober 2022 habe ich im Kneipp-Kurhaus St. Josef den Dienst als Kurseelsorger aufgenommen. Damit hat sich ein Kreis geschlossen; denn nach meiner Priesterweihe am 28. Juni 1981 wurde ich eingeladen hier einen Primizgottesdienst zu feiern und den Primizsegen zu spenden.

Meine Wurzeln sind allerdings nicht hier im Allgäu, sondern in Haslach im Kinzigtal,  im mittleren Schwarzwald, wo ich auch die Kinderzeit verbrachte. Sehr früh führte mein Weg zu den Salesianern Don Boscos, bei denen ich in Buxheim/Iller das Gymnasium besuchte. Es folgten nach reiflicher Überlegung das Noviziat und das Studium der Soziapädagogik und der Theologie in Benedktbeuern/Obb. mit Pädagogischen Praktikas in Burghausen (1 Jahr) und Würzburg (2 Jahre).

Vor der Priesterweihe durfte ich in der Pfarrei Maria Hilf in Konstanz sehr wertvolle und ermutigende Erfahrungen sammeln. Ich ahnte damals nicht, wieder einmal hierher zurückzukehren; denn ich war deshalb Salesianer Don Boscos geworden, um Kinder und Jugendliche in einem unserer Jugendeinrichtungen zu begleiten.

Meine erste Station war dann auch für fünf Jahre das Salesianerseminar in Burghausen. Dann wirbelte eine Anfrage meines Provinzials meine Lebensplanung durcheinander: „Der Generalvikar von Bamberg hat angefragt, ob die Salesianer einen Mitbruder für den Dienst als Stadtjugendseelsorger von Nürnberg freistellen könnten. Könntest Du nicht diesen Dienst übernehmen?“ Solch eine Aufgabe stand nicht einmal ganz entfernt mit meinen Zukunftsplänen in Verbindung. Ich ging mit dieser Frage in Exerzitien und auch ins Gebet und spürte dann, wie meine Ablehnung nach und nach schwand und ein JA durch alle Bedenken hindurch stärker wurde und sich durchsetzte. Nach acht Jahren wurde von „Bamberg“ angefragt, ob ich die Leitung der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“ und „Päpstliches Werk für geistliche Berufe“ übernehmen könne. Mit einem Team, zu dem ein Pastoralreferent, eine Gemeindereferentin und eine Ordensfrau gehörte, leistete ich diesen Dienst zehn Jahre lang. Für mich waren es zehn Jahre, in denen ich auf wunderbare Weise erleben durfte, wie sich verschiedene Berufungen gegenseitig ergänzen und als geistliche Gemeinschaft miteinander fruchtbar wirken können.  Es folgten drei Jahre als Pastoralleiter in unserer Jugendhilfeeinrichtung in Bamberg. Es blieb bei drei Jahren, weil ich dann die Leitung der Gemeinschaft im ehemaligen Kloster Ensdorf bei Amberg/Opf. für drei Jahre übernahm, wo ich auch in der Pastoral der Pfarrei als Vikar mitwirkte.

Schließlich schloss sich dann auch hier wieder ein Kreis. Mein Weg führte wieder nach Konstanz, wo ich zwölf 12 Jahre lang die Pfarrei St. Georg-Maria Hilf leitete.

Was mir in all den Jahren immer auch wichtig war, ist das Unterwegssein mit Menschen, vor Ort aber auch tatsächlich auf Touren und Pilgerwegen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Bus. Mit Jugendlichen bin ich oft zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu Pilgerwegen aufgebrochen, um mit ihnen zusammen glauben zu lernen; denn Glauben lernt man nicht hinter dem Schreibtisch sondern auf den Wegen, auf denen man sich Gott aussetzt, indem man sich nicht bis zum Letzten absichert, sondern offen bleibt für Gottes Führung. Ein Jugendlicher sagte einmal, als wir nach fünf Wochen mit dem Fahrrad in Santiago den Compostela angekommen sind: „Ich glaube nicht mehr an Zufälle.“

Ich glaube auch nicht an einen Zufall, dass mich mein Weg im Herbst 2022 von Konstanz nach Bad Wörishofen geführt hat. Ich bin dankbar für die Führung Gottes auf dem bisherigen Weg, den ich selbst so nie und nimmer geplant hätte, und vertraue darauf, dass auch dieser Dienst im Kneipp-Kurhaus St. Josef für die Schwestern und Gäste, aber auch für mich zum Segen sein wird. Ich bin froh und dankbar, hier zu sein und freue ich über die Begegnungen die ich schon erleben durfte und auf alle zukünftigen.

DER SCHWESTERNKONVENT VON ST. JOSEF

Von links nach rechts:

Sr. M. Timothea Grießl (Konvent);
Sr. M. Verone Geyer (Verwaltung);
Sr. M. Bernardo Meiler (Konvent);
Sr. M. Anneliese Schmidbauer (Hauswirtschaft);
Sr. M. Magdalena (Kloster Mallersdorf);
Sr. M. Hadewig Obermayer (Hauswirtschaft);
Sr. M. Annette Thurwald (Pastoraler Dienst);
Sr. M. Noemi Leitl (Oberin und Geschäftsleitung);
Sr. M. Philippe Kerscher (Hauswirtschaft);
Sr. M. Tamara Emanuel (Therapieabteilung)

Träger

Die ehemalige Benediktinerabtei Mallersdorf ist seit 1869 Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen
von der Heiligen Familie, genannt „Mallersdorfer Schwestern“.

„Die Liebe Christi drängt uns – Caritas Christi urget nos“

Paul Josef Nardini wirkte Mitte des 19. Jahrhunderts als Priester im westpfälzischen Pirmasens. Um der Armut und der Not in der jungen Industriestadt zu begegnen, gründete er 1855 die Schwesterngemeinschaft der „Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“ (Mallersdorfer Schwestern). Die Ordensfrauen nahmen sich der verwahrlosten Kinder in seiner Pfarrei an und kümmerten sich um alte und kranke Menschen.