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Schneeglöckchen im Garten von St. Josef
Februar 2012
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„Geliebtes Schneeglöckchen“
Im eiskalten Winter, mitten im
Trott des Alltags bringst du mir
einen besonderen Gruß mit
einer wichtigen Botschaft.
Von dir möchte ich lernen, nicht
alles an die große Glocke hängen
zu müssen, manche Dinge und
mich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.
Klein, wie du bist, wirst du von
manchen übersehen, die ihre Nase
zu hoch tragen und die versteckten
Zeichen der Hoffnung nicht beachten.
Wie du, möchte ich zu meiner Größe
und meinen Grenzen stehen, dort,
wo ich zuhause bin, wo ich lebe,
träume, arbeite oder bete.
Du fragst nicht danach,
ob du auch genügend geachtet, bewundert
und geschätzt wirst, sondern blühst,
weil es deinem Wesen entpsricht.
So Möchte ich leben können, frei
von der ständigen Sorge, zu
kurz zu kommen, frei von dem Zwang,
mich beweisen zu müssen.
Ich danke dir, du liebes Schneeglöckchen
und wünsche mir und meinen Mitmenschen,
uns von dir lautlos sagen und zeigen zu lassen,
worauf es in unserem Leben letzlich ankommt.
Paul Weismantel
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